Rassestandard Border Collie Border Collie Farben

Wesen:
Aufgeweckt, aufmerksam, führig und intelligent, weder nervös noch aggressiv.

Kopf:
Ziemlich breiter Schädel mit ausgeprägtem Stop. Weit auseinandergesetzte Augen von ovaler Form, Augenfarbe braun. Der Ausdruck ist sanft, augeweckt und aufmerksam. Die Ohren sind von mittlerer Größe, weit auseinander stehend, aufrecht oder halb aufrecht getragen und ausdrucksvoll beweglich. Die Nase ist schwarz, bei roten Hunden ist sie braun, bei blauen Hunden schieferfarben. Scherengebiss.

Nacken:
Ein kräftiger, muskulöser Nacken von guter Länge, leicht gewölbt zu den Schultern breiter werdend.

Bewegung:
freie, fließende, unermüdliche Bewegung, wobei die Pfoten nur minimal angehoben werden, damit sich der Hund mit großer Geschwindigkeit bewegen kann.

Größe:
Idealhöhe Rüden: 53 cm, Hündinen etwas kleiner.

Körper:
athletisches Aussehen, mit tiefer, breiter Brust und gut gewölbten Rippen. Die Lenden wirken muskulös, aber nicht aufgezogen. Breite, muskulöse Kruppe, anmutig zum Rutenansatz verlaufend.

Haarkleid:
lang- oder kurzhaarig (stockhaarig), mit dichtem Deckhaar und weiche, dichte Unterwolle.

Pfoten:
oval, mit gut gepolsterten Ballen, gewölbten Zehen und kurzen, kräftigen Krallen.

Rute:
tief angesetzt, mäßig lang, gut behaart, mit Aufwärtsschwung am Ende. Mit ihrem letzten Wirbel reicht sie mindestens bis zum Sprunggelenk. Im Erregungszustand wird die Rute höher, aber nie über dem Rücken getragen.

Farbe:
eine Vielfalt von Farben ist erlaubt, wobei Weiss nie vorherrschen soll.

Zwei ganz typische Eigenheiten des Border Collie müssen unbedingt erwähnt werden:
1. die schleichende Gangart mit nach vorn gestreckter, tiefer Kopfhaltung.
2. Das "Auge" des Border Collies, welches das zu treibende Tier fixiert, es zum Anhalten, zum Vorwärtsgehen oder zum Platzwechsel bringt.

Das wichtigste Merkmal ist jedoch ein Gleichgewicht im Körperbau, welches eine mühelose, ausdauernde Fortbewegung ohne ersichtliche Anstrengung erlaubt.

Rasseportrait Border Collie

Der Border Collie entstammt den ursprünglichen Schafhunden im englisch-schottischen Grenzgebiet Borders (border = Grenze). Eine erste Beschreibung seiner lautlosen, geduckten und behutsamen Arbeitsweise wurde 1570 niedergeschrieben. 1873 organisierten die Schaffarmer erstmals einen Hütehunde-Wettbewerb (Trial). Seitdem haben Anzahl und Popularität der Hütewettbewerbe in England, Schottland, Wales und Irland ständig zugenomen.
Die Rassebezeichnung "Border Collie" wurde 1910 geprägt.
Als Urvater aller Border Collies gilt "Old Hemp", der von Farmer Adam Telfer gezüchtet wurde.

Die International Sheep Dog Society (ISDS) vertritt in Großbritanien die Interessen des Border Collie-Züchter und fördert die Zucht von gut veranlagten Schafhunden.
Seit 1976 vom Kennel Club in London als Rasse für Ausstellungszwecke anerkannt, fanden Border Collies auch bei uns ihren Weg in den Ausstellungsring.
Nachdem die FCI diesen Schritt genehmigte, konnte der Club für britische Hütehunde e.V. 1978 die zuchtbuchmäßige Betreuung übernehmen.

Der Border Collie ist ein sehr sensibler und empfänglicher Hund, ein Grund, weshalb er jemanden braucht, der sich leicht in seine Haut versetzt und von ruhiger Natur ist. Man benötigt auch ein Maximum an Zeit, um seinen enormen Bedürfnissen nach Aktivität entgegenzukommen. Das Training mit dem Border Collie ist sehr angenehm, da Gehorsam eine sehr starke Instinkthandlung ist. Der Hund lernt schnell und behält was er gelernt hat, positiv wie auch negativ. Da er so aufgeweckt und bestrebt ist seinem "Chef" zu gefallen, reagiert er augenblicklich. Man hat oft Mühe ihm zu folgen. Trotz seiner "Leichtführigkeit" ist der Border Collie ein absolut anspruchsvoller Hund, der sich nützlich machen will, sei es bei der Herde, als Rettungshund, Fährtenhund oder beim Agility.